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Einige Autos kombinieren den Komfort eines Automatikgetriebes mit der Funktionalität eines Schaltgetriebes mit zusätzlichen Gängen
Das Fahren eines Autos mit einem klassischen hydromechanischen Automatikgetriebe (Automatikgetriebe) gleicht oft einer Art Wettbewerb zwischen dem Fahrer und der Elektronik. Das System versucht, so früh wie möglich einen Gang hochzuschalten, um Kraftstoff zu sparen und die Drehzahl zu senken, während der Fahrer die Traktion und die normale Fahrdynamik beibehalten möchte.
Die bei einigen Fahrzeugen mit Automatikgetriebe verwendeten Modi können bei diesem „Wettbewerb“ helfen. Wir wollen herausfinden, wann der L-Gang verwendet werden sollte, was er bedeutet und wie er sich von anderen Modi unterscheidet.
Wozu dienen die Gänge 2 und L bei einem Automatikgetriebe – was bedeuten sie?
In modernen Autos wird alles elektronisch gesteuert, aber bei alten Automatikgetrieben war die Steuerung viel „manueller“. Auf dem Wählhebel war eine ganze Reihe von Bezeichnungen zu sehen – Buchstaben und Zahlen, deren Bedeutung ohne Handbuch nicht leicht zu verstehen ist.
Viele Autofahrer benutzten die zusätzlichen Modi einfach nicht, weil sie fürchteten, der Technik zu schaden. Obwohl sie in bestimmten Situationen durchaus hilfreich sein können.
Wann man bei einer Automatik das L einschalten sollte
Einer der geheimnisvollsten Modi ist „L“. Man hat oft versucht, ihn als Low, Long oder sogar Last zu entschlüsseln. Im Wesentlichen geht es um das Einlegen eines niedrigeren Gangs, aber viele Leute verstehen immer noch nicht, wann der L-Gang eingelegt werden muss.
Wenn der „L“-Gang eingelegt ist, sperrt das Getriebe die höheren Gänge. Das Auto fährt dann nur noch im ersten Gang – ähnlich wie bei einem Schaltgetriebe, wenn der erste Gang eingelegt ist und der Fahrer nicht weiter schaltet.
Warum gibt es bei einer Automatik einen L-Modus? Stellen Sie sich eine Situation vor: Das Auto befindet sich in losem Schnee, tiefem Schlamm oder auf einer ausgewaschenen Straße. Die alten Automatikfahrzeuge verfügten nicht über Systeme, die den Untergrund erkennen und den Algorithmus anpassen konnten. Der Fahrer drückt das Gaspedal durch, der Motor dreht hoch, und das Getriebe „denkt“, dass das Auto beschleunigt, und beginnt, die Gänge zu erhöhen.
Das Ergebnis ist Schlupf: Die Räder drehen schneller durch, die Bodenhaftung geht verloren, und das Auto gräbt sich noch tiefer ein.
Mit einem Schaltgetriebe konnte der Fahrer in einem niedrigen Gang sanft anfahren, die Drehzahl moderat halten und die Reifenhaftung erhalten. Das Automatikgetriebe hingegen neigte dazu, ungehindert hochzuschalten.
Der „L“-Modus löst dieses Problem: Der erste Gang bleibt immer eingelegt, so dass man langsam und „unter Spannung“ fahren kann, ohne unnötige Schaltvorgänge. Unter schwierigen Bedingungen kann dies allein jedoch nicht ausreichen.Warum 2 in der Automatik und was ist der Unterschied zwischen den Modi „2“ und „3“?
Erfahrene Fahrer wissen, dass es nicht nur auf die Traktion ankommt, sondern auch auf die Trägheit, um aus einer schwierigen Situation im Gelände herauszukommen. Manchmal muss man ein wenig beschleunigen, um durch eine Reihe von Schlaglöchern, Pfützen oder Schneeverwehungen zu kommen.
Wenn Sie ausschließlich im ersten Gang fahren, ist die Geschwindigkeit zu gering. Hier kommt der „2“-Modus ins Spiel. Er ermöglicht es dem Getriebe, nur im ersten und zweiten Gang zu fahren, ohne in den dritten Gang zu schalten.
So kann man etwas stärker beschleunigen, vermeidet aber gleichzeitig unnötige Gangsprünge. Die zweite Stufe ermöglicht es, die erforderliche Mindestgeschwindigkeit zu erreichen und die Problemzone durch den Schwung der Bewegung zu „überspringen“.
Modus 3 und Bergfahren
Der Modus 3 funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip: Das Getriebe schaltet nicht über den dritten Gang hinaus. Dies ist nützlich, wenn Sie einen Anhänger ziehen, bergauf oder bergab fahren.
Dies ist besonders in den Bergen wichtig: Durch die Begrenzung der Gänge wird die Motorbremse besser ausgenutzt und die Belastung der Bremsanlage verringert. Eine längere Verwendung dieses Modus bei Bergabfahrten kann jedoch den Verschleiß von Getriebe und Drehmomentwandler beschleunigen.
Spart die Verwendung eines L-förmigen Gangs Kraftstoff?
Wenn man Autos mit dem alten Automatikgetriebe sieht, geht man davon aus, dass alle oben genannten Modi irgendeinen unausgesprochenen Vorteil haben, zum Beispiel, dass sie Benzin sparen.
Aber leider nein – der „L“-Modus eines Automatikgetriebes spart in der Regel keinen Kraftstoff, sondern erhöht im Gegenteil den Verbrauch in den meisten Verkehrssituationen.
Ältere Automodelle mit Automatikgetriebe sind aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Multifunktionalität gefragt, vor allem bei Menschen, die der modernen Elektronik nicht trauen.
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