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Warum Wäsche nach dem Waschen muffig riecht: die wichtigsten Ursachen
Jeder erwartet, dass ein frisch gewaschenes Bett sauber riecht, aber manchmal werden die Sachen mit einem anhaltenden muffigen Geruch aus der Trommel gezogen. Dieses Gefühl des „Miefs“ und des abgestandenen Geruchs ist nicht auf schlechtes Pulver zurückzuführen. Nach Ansicht von Experten liegt der wahre Grund in den physikalischen Prozessen, die im Inneren der Maschine ablaufen.
Kritischer Fehler: der „Schmutzkoma“-Effekt
Der Wunsch, Zeit zu sparen, veranlasst viele Menschen, die Waschmaschine ganz nach oben zu laden und sich auf die Zahlen von 7-8 kg zu konzentrieren. Bei sperriger Bettwäsche ist dieser Ansatz jedoch fatal. Wenn kein Platz vorhanden ist, können sich Laken und Bettbezüge nicht umdrehen und stapeln sich zu einem dichten, nassen Haufen, durch den Wasser und Waschmittel einfach nicht durchkommen.
Dies führt zu drei Hauptproblemen: Erstens verschwindet der Schmutz nicht, sondern bleibt im Inneren, da Schweiß und organische Partikel in den Fasern eingeschlossen bleiben. Zweitens beginnt das Gewebe in der Mitte dieses Klumpens aus Mangel an Sauerstoff und freiem Raum zu „ersticken“, was eine sofortige Gärung zur Folge hat. Drittens: Anstatt zu reinigen, verstärkt die Maschine den abgestandenen Geruch nur, indem sie ihn buchstäblich tief in die Struktur der Garne treibt.
Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Trommel nur halb oder höchstens zu zwei Dritteln beladen. Nur wenn die Wäsche frei fällt und an den Wänden anschlägt, kann das Wasser durch das Gewebe dringen und den gesamten Schmutz wegspülen.
Abschaum in der Waschmaschine
Ein muffiger Geruch ist oft das Ergebnis von Bakterien, die in der Maschine selbst leben. Wenn Sie häufig bei niedrigen Temperaturen waschen, bildet sich Schleim – ein Biofilm – in der Gummimanschette und auf dem Trommelkreuz. Er riecht faulig, und beim Waschen wird dieser „Geschmack“ auf die Wäsche übertragen. Nur hohe Temperaturen (über 60 Grad Celsius) können den Kreislauf durchbrechen.
Oft geben wir zu viel Klarspüler hinzu, damit die Wäsche besser riecht. Das kann aber auch das Gegenteil bewirken. Der Weichspüler überzieht das Gewebe mit einer dünnen Fettschicht und macht es weich. Wird diese Schicht nicht ausgewaschen, weil die Maschine überlastet ist, bildet sie einen idealen Nährboden für Pilze. Das Ergebnis ist, dass statt eines blumigen Dufts ein muffiger Geruch entsteht, der nach dem Bügeln nur noch stärker wird.
Unzeitgemäßes Entladen und Trocknungsfehler
Ein spezifischer muffiger Geruch entsteht immer dort, wo die Feuchtigkeit nicht abfließen kann und zu stagnieren beginnt. Es genügt, die gewaschene Wäsche eine halbe Stunde lang in der geschlossenen Trommel der Waschmaschine liegen zu lassen, damit sich mikroskopisch kleine Schimmelpilze aktiv vermehren können.
Ein ähnliches Problem tritt auf, wenn man Wäsche in Räumen trocknet, die nicht richtig belüftet sind, oder wenn man eilig Sachen in den Schrank legt, die zumindest minimal feucht geblieben sind. Schon ein kaum wahrnehmbarer Prozentsatz an Feuchtigkeit in der begrenzten Ablagefläche garantiert, dass bald der gesamte Kleiderschrank und andere Kleidungsstücke mit einem schweren und unangenehmen Geruch behaftet sind.
Wie Sie Ihrer Wäsche wieder zu tadelloser Frische verhelfen
Es ist am besten, große Wäschemengen zu trennen, denn zwei getrennte Waschgänge sind viel effizienter als der Versuch, alles zusammen zu waschen, woraufhin die Wäsche oft wegen unangenehmer Gerüche erneut gewaschen werden muss.
Es ist wichtig, eine hohe Temperatur beizubehalten – Waschen bei 60 Grad ist das Minimum, das notwendig ist, um die Bakterien, die für das Auftreten von Muffigkeit verantwortlich sind, vollständig zu zerstören.
Der letzte Schritt sollte darin bestehen, die Wäsche unmittelbar nach Beendigung des Waschvorgangs aufzuhängen, um einen freien Zugang zur Luft zu ermöglichen und Staunässe zu vermeiden.
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